Ein gutes Proteinpulver muss mehr können als nur Eiweiß liefern: Es soll im Alltag funktionieren, satt machen und geschmacklich nicht wie ein Kompromiss wirken. Genau deshalb ist die Zimtschnecken-Variante von More Nutrition interessant, weil sie Dessertgefühl mit einer klaren Proteinfunktion verbindet. Ich ordne dir ein, was das Produkt kann, welche Nährwerte wirklich zählen und für wen es sich lohnt.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Die Sorte ist ein pflanzliches Proteinpulver mit süß-zimtigem Gebäckcharakter und passt vor allem zu Shakes, Bowls und Desserts.
- Die aktuelle Produktseite nennt für die Standardzubereitung 170 kcal und 25 g Protein pro Portion.
- Mit 0,7 g Zucker pro Portion ist das Pulver deutlich alltagstauglicher als eine klassische Zimtschnecke aus der Bäckerei.
- More Nutrition listet für die 600-g-Dose aktuell 34,99 Euro; dazu gibt es 25-g-Proben zum Testen.
- Am besten funktioniert die Sorte mit ungesüßtem Mandel-Drink, Skyr, Joghurt oder Haferflocken.
- Wer sehr neutrale Shakes bevorzugt, wird mit einer schlichten Proteinbasis oft glücklicher.
Was hinter der Zimtschnecken-Variante steckt
Ich würde diese Sorte als pflanzliches Dessert-Protein mit klarer Zimt-, Apfel- und Gebäcknote einordnen. Im More-Kosmos läuft sie unter More Vegan Protein, und die Variante mit Cinnamon-Roll-Charakter ist vor allem für Menschen spannend, die ihren Shake nicht neutral, sondern bewusst süß und aromatisch trinken möchten. Laut More Nutrition nutzt das Produkt je nach Sorte verschiedene pflanzliche Proteinquellen wie Soja-, Mandel-, Ackerbohnen-, Erbsen-, Kürbis- und Sonnenblumenprotein. Genau das ist der Punkt, an dem Geschmack und vegane Ausrichtung zusammenkommen.
Die 600-g-Dose liegt aktuell bei 34,99 Euro; es gibt außerdem 25-g-Proben. Das halte ich bei einer Sorte wie dieser für sinnvoll, weil Zimtgeschmack und Süße sehr individuell wahrgenommen werden. Ich sehe das Produkt deshalb eher als sinnvollen Genuss denn als reine Fitnessfunktion: Es soll Protein liefern, aber eben nicht langweilig wirken.
Wichtig ist die Erwartungshaltung. Das Pulver schmeckt nicht wie eine frische Bäckerei-Zimtschnecke, sondern wie ein proteinreicher Shake mit Dessertcharakter. Wer diesen Unterschied akzeptiert, kann mit der Sorte im Alltag ziemlich viel anfangen. Und genau dafür sind die Nährwerte entscheidend.
Welche Nährwerte im Alltag zählen
Für die praktische Einordnung zählt nicht nur der Geschmack, sondern vor allem, was am Ende im Becher landet. Die aktuelle Produktseite zeigt für die Standardzubereitung mit 30 g Pulver und 300 ml ungesüßtem Mandel-Drink 170 kcal, 25 g Protein, 2,5 g Kohlenhydrate, 0,7 g Zucker, 6,1 g Fett und 1,3 g Salz. Für mich ist das ein starker Wert für einen süßen Proteinshake: viel Eiweiß, wenig Zucker und trotzdem noch genug Aroma, damit es nicht nach Pflichtprogramm schmeckt.
| Wert | Pro Portion | Praktische Einordnung |
|---|---|---|
| Energie | 170 kcal | Für einen Snack moderat, für ein Frühstück mit Toppings noch gut steuerbar. |
| Protein | 25 g | Genug, um eine Mahlzeit spürbar aufzuwerten oder nach dem Training sinnvoll zu ergänzen. |
| Kohlenhydrate | 2,5 g | Relativ niedrig, wenn du bewusst auf die Makros achtest. |
| Zucker | 0,7 g | Deutlich weniger als bei einer klassischen Süßigkeit mit Zimt-Charakter. |
| Fett | 6,1 g | Kommt im Alltag meist gut mit anderen Mahlzeiten klar und macht die Textur runder. |
Je nach Sorte nennt More Nutrition sogar bis zu 27 g Protein pro Portion; die sichtbar angegebene Standardzubereitung liegt bei 25 g. Mit Wasser wird die Mischung leichter und kalorienärmer, mit Haferdrink oder Milch wird sie runder, aber natürlich auch energiereicher. Das ist kein Detail, sondern genau der Hebel, an dem sich entscheidet, ob das Produkt in deinen Tagesplan passt oder nicht.
Im nächsten Schritt geht es darum, wie die Sorte tatsächlich schmeckt und warum die Zubereitung mehr ausmacht, als viele zuerst vermuten.

So schmeckt die Zimtschnecken-Note in der Praxis
Bei solchen Sorten entscheidet nicht das Label, sondern die Balance im Glas. Ein guter Zimtgeschmack wirkt warm und rund, nicht künstlich oder seifig, und eine Apfelnote darf mitschwingen, ohne den Shake fruchtig wirken zu lassen. Genau da liegt für mich der Knackpunkt: Wer eine echte Bäckerei-Zimtschnecke erwartet, wird den Unterschied sofort merken. Wer aber einen cremigen Proteinshake mit Dessertcharakter sucht, trifft hier eher den richtigen Ton.
Ich habe bei solchen Pulvern gelernt, dass sie mit kalter, ungesüßter Pflanzenmilch fast immer besser funktionieren als mit Wasser. Die Textur wird glatter, der Zimt wirkt wärmer und die Süße bleibt kontrollierter. Mit Wasser spart man zwar Kalorien, aber der Geschmack verliert oft an Tiefe. Das Produkt lebt also stark von der Zubereitung, nicht nur von der Rezeptur.
- Kalt mixen: Das hält die Konsistenz sauber und verhindert, dass der Geschmack flach wirkt.
- Ungesüßten Mandel-Drink nutzen: Das passt geschmacklich am besten und hält die Nährwerte nah an der Herstellerangabe.
- Mit Flüssigkeit sparsam sein: Zu stark verdünnt verliert Zimt schnell an Präsenz.
- Mit Zimt oder Apfelstückchen nachjustieren: So bringst du die Sorte näher an das, was der Name verspricht.
- Nicht nur als Shake denken: In Skyr, Joghurt oder Porridge trägt die Aromatik oft sogar besser.
Gerade bei pflanzlichen Proteinen ist das wichtig, weil sie in der Praxis oft mehr von der Mischung als von der Marke leben. Wer das versteht, holt aus der Zimtschnecken-Sorte deutlich mehr heraus. Und genau deshalb lohnt sich der Blick auf konkrete Einsatzszenarien.
So setzt du das Pulver im Alltag sinnvoll ein
Der größte Vorteil solcher Sorten ist nicht das einzelne Getränk, sondern ihre Alltagstauglichkeit. Ich würde sie vor allem dort einsetzen, wo du ohnehin etwas Süßes willst, aber trotzdem Protein unterbringen möchtest. More Nutrition empfiehlt für das Pulver 1 bis 3 Portionen pro Tag, zum Beispiel morgens, vor oder nach dem Training. Für die meisten ist 1 Portion pro Tag als Ergänzung völlig ausreichend; 2 bis 3 Portionen machen nur Sinn, wenn der Rest der Ernährung bewusst darauf abgestimmt ist.
| Anlass | Praktische Mischung | Warum das funktioniert |
|---|---|---|
| Frühstück | 30 g Pulver mit 300 ml ungesüßtem Mandel-Drink, dazu Haferflocken oder Beeren | Du bekommst Protein, Geschmack und mehr Sättigung in einer Mahlzeit. |
| Nach dem Training | 30 g Pulver mit Wasser oder Mandel-Drink | Schnell, unkompliziert und mit 25 g Protein direkt sinnvoll nutzbar. |
| Dessert-Bowl | 20 bis 30 g in Skyr, Sojajoghurt oder Quarkalternative | Die Süße trägt besser, wenn die Basis cremig ist. |
| Unterwegs | 25-g-Probe im Shaker | Ideal zum Testen, ohne direkt die große Dose zu kaufen. |
Wenn ich das Produkt in einen echten Alltag übersetze, sehe ich es am ehesten als Brücke zwischen Sweet Craving und Proteinbedarf. Das ist besonders nützlich in Diätphasen oder an Tagen, an denen du dein Eiweiß zwar treffen willst, aber keine Lust auf langweilige Standardshakes hast. Wer Calisthenics oder Krafttraining ernst nimmt, kennt genau dieses Problem: Der Bedarf ist da, die Lust auf trockene Makros eher nicht.
Für noch mehr Alltagstauglichkeit würde ich die Sorte eher als Basis für Frühstück und Dessert einsetzen als als reinen Drink. In Porridge, Joghurt oder einem schnellen Mug Cake bleibt das Aroma runder und die Zimtschnecken-Idee kommt besser durch. Wer nur schüttelt und trinkt, nutzt das Produkt nur halb.
Für wen sich die Sorte lohnt und wann ich lieber etwas anderes nehmen würde
Ich sehe drei klare Zielgruppen: Menschen, die pflanzliches Protein suchen; Trainierende, die ihren Eiweißbedarf mit etwas Süßem leichter treffen wollen; und alle, die Dessert lieber kontrolliert einbauen, statt spontan ein Gebäck zu kaufen. Für eine proteinorientierte Ernährung ist das logisch, weil eine Portion mit 25 g Eiweiß beim Verteilen der Tagesmenge wirklich hilft.
- Gut geeignet für süße Frühstücke, Bowl-Fans und alle, die Protein sonst nur widerwillig trinken.
- Eher nicht ideal für Leute, die komplett neutrale Shakes bevorzugen oder sehr empfindlich auf Süßstoffe reagieren.
- Wichtig bei Allergien: More weist darauf hin, dass das Produkt in einem Betrieb mit Milch verarbeitet wird und Milchspuren enthalten kann.
- Realistische Erwartung: Es bleibt ein Pulver und kein frisches Gebäck, auch wenn der Name in diese Richtung schiebt.
Wenn du genau diese Grenze akzeptierst, ist die Sorte sinnvoll. Wenn du maximale Flexibilität willst, ist eine neutrale Proteinbasis oft die bessere Wahl. Ich würde das nicht als Nachteil verkaufen, sondern als Frage des Einsatzes: Geschmack gewinnt nicht immer gegen Kontrolle, und das ist auch völlig in Ordnung.
Wie ich die Sorte gegenüber einer klassischen Zimtschnecke einordnen würde
Der Vergleich ist eigentlich einfach: Eine klassische Zimtschnecke ist ein Genussprodukt, die More-Variante ist ein funktionaler Snack mit Dessertcharakter. Laut Arise App liegt eine klassische Zimtschnecke grob bei 344 kcal pro 100 g und etwa 6 g Protein. Das ist für ein Gebäck nicht schlecht, aber eben weit weg von dem, was eine proteinorientierte Mahlzeit leisten soll.
| Kriterium | More Vegan Protein mit Zimtschnecken-Charakter | Klassische Zimtschnecke | Neutrale Proteinbasis |
|---|---|---|---|
| Protein | 25 g pro Portion | Deutlich niedriger, meist nur ein kleiner Anteil der Kalorien | Abhängig vom Produkt, oft ähnlich hoch oder höher |
| Kalorien | 170 kcal pro Portion | Grob 344 kcal pro 100 g laut Arise App | Variiert stark je nach Zubereitung |
| Zucker | 0,7 g pro Portion | Typischerweise deutlich höher | Kann sehr niedrig sein, wenn du selbst steuerst |
| Geschmacksprofil | Süß, zimtig, dessertartig | Backwaren-typisch, buttrig, weich | Neutral bis frei aromatisierbar |
| Alltagstauglichkeit | Hoch | Eher als Genussmoment | Sehr hoch, wenn du gern selbst mischst |
Mein Fazit aus diesem Vergleich ist klar: Die More-Sorte ist nicht die bessere Zimtschnecke, sondern die bessere Alltagslösung mit Zimtprofil. Wenn du Genuss und Makros verbinden willst, ist sie stark. Wenn du maximale Kontrolle willst, bist du mit neutralem Protein plus eigener Aromatisierung besser bedient. Und wenn du einfach nur eine echte Zimtschnecke willst, solltest du auch genau die essen, statt ein Proteinpulver dafür zu missbrauchen.
Warum die Zimtvariante als clevere Alltagslösung funktioniert
Am Ende landet dieses Produkt genau zwischen Genuss und Funktion, und genau darin liegt sein Wert. Es liefert genug Protein für Training, Alltag und Diätphasen, schmeckt aber deutlich spannender als ein neutraler Standardshake. Für mich ist das der eigentliche Grund, warum solche Sorten funktionieren: Sie senken die Hürde, Protein konsequent zu nutzen.
Wenn du die Sorte testest, würde ich sie zuerst in kaltem Mandel-Drink probieren und dann in Skyr oder Porridge weiterdenken. So merkst du schnell, ob dir die Zimtnote liegt und ob die Süße zu deinem Geschmack passt. Wer das Produkt so einsetzt, bekommt kein perfektes Gebäck aus der Dose, aber eine sehr brauchbare Mischung aus Eiweiß, Alltag und süßem Geschmack.
Ich würde deshalb zuerst die 25-g-Probe nehmen, sie einmal als Shake und einmal als Bowl einsetzen und erst dann über die große Dose entscheiden. Genau so trennt man einen cleveren Protein-Snack von einem bloßen Kaufimpuls.